Freitag, Januar 13, 2006

DB: Praxisschock 1 - Datenbankdesign

Was nützen die tollsten theoretischen Kenntnisse, knackfrisch aus der Vorlesung, wenn man ein System pflegen soll, in dem diese absolut keine Berücksichtigung finden? Ich gebe gern ein Beispiel aus meiner persönlichen kurzen Erfahrung. Wir haben auf Arbeit eine Access-"Datenbank" mit nur einer Tabelle, die aus zig extrem dünn besetzten Spalten mit Namen wie u.a. KODE0 bis KODE9 besteht. Als ich das redesignen wollte, haben die Nutzer geschimpft.

Grund war, dass Sie, insbesondere jedoch die "Power-User", in diese Datenbank so schön leicht an der Nutzeroberfläche vorbei von der Seite reinwurschteln (Reinwurschtability) konnten - und das sollte gefälligst auch so bleiben... Außerdem gestaltet sich das Design einer Oberfläche mit einer eleganten Datenbankstruktur ungleich schwieriger, weil man dann die eingebauten Helferleins nicht so gut benutzen kann (Stichwort View-Updates). Und die Spalten mit den kryptischen Namen, so hieß es, ermöglichten eine unglaubliche Flexibilität.

Und so bleibt einfach alles beim Alten.

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