SE: Warum Softwareentwickler öfter mal Möbel aufbauen sollten...
Nein, nicht wegen der Weltfremdheit. Das ginge schon in Ordnung. Von Möbeln lernen heißt siegen lernen, das ist es. Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht, als ich neulich meine Schlafzimmerkommode aufgebaut habe.
Geliefert wurde sie in sechs Paketen. "Ach du liebe Güte", dachte ich. Doch was problematisch aussah, entpuppte sich als wahrer Segen. Denn die Pakete waren absolut sinnvoll gepackt - kleine, informatikergerechte Häppchen. Schritt für Schritt nahm die Kommode Gestalt an.
Die Module mussten dann nur noch zusammengesteckt werden. Naja, ganz so leicht war es nicht. Es mussten ein paar Schrauben mit ziemlich brachialer Gewalt reingedreht werden. Diese Vorgehensweise ist wohl auf Software nicht so ohne weiteres zu übertragen. Aber die Lieferung in kleinen, abgegrenzten, leicht verständlichen Modulen ist sicherlich eine erstrebenswerte Zielvorstellung. Da müssen wir hin mit unserer Software, hin zu besserer Kombinierbarkeit und Reusability.
Aber die Leute von der Möbelfraktion brauchen auch nicht denken, dass sie sich jetzt ausruhen können. Zwei Einlegebretter waren 5mm zu kurz und bei den Türen waren die Löcher für den Griff an der falschen Seite angebohrt. Und das erinnert mich doch wieder sehr stark an verkorkste Software.
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