Freitag, August 04, 2006

Sonstiges: Fellow Toastmasters

Gestern waren wir zu Gast bei den Rheinrednern, einem von zwei Toastmasters-Clubs in Köln. Wir wollten eigentlich bloß mal gucken, aber da wegen der Sommerferien nur 8 Leute (uns inklusive) teilnehmen konnten, gab es kein Verstecken. Erschwerend kam hinzu, dass der erste Donnerstag im Monat bei den Rheinrednern immer als English-Meeting genutzt wird - soll heißen: Es darf kein Deutsch gesprochen werden.
Doch hatte diese Blutsturzmethode den entscheidenden Vorteil, dass wir eben mittendrin statt nur dabei waren und alles hautnah miterleben durften.
Der Ablauf ist von der Organisation Toastmasters relativ starr festgelegt:

  • Zuerst wird der Toastmaster des Abends festgelegt. Er führt durch das Programm und moderiert.

  • Danach wird das Wort des Abends festgelegt. In den Reden soll man versuchen, das Wort des Abends (gestern war es flexible) möglichst häufig sinnvoll zu verwenden.

  • Witz des Abends gegen die Nervosität

  • Festlegung von Rollen, z.B. Füllwortzähler, Zeitnehmer, Table Topic Moderatoren usw.

  • Vorbereitete Reden

  • Stegreifreden (Table Topics)

  • Evaluationsteil

  • Abschluss mit Preisverleihung und Feedback

  • Das Kölsch danach.


Mein Fazit: Einfach mal ausprobieren! Es macht Spaß, die Leute helfen sich gegenseitig, dass man bei einer Rede vor Anderen mehr als nur ein Äh rausbringt, niemand wird bei Fehlern ausgelacht und Gäste sind absolut willkommen. Wir werden bestimmt wieder mal hingehen. Das Einzige, was mich etwas gestört hat (das liegt aber in der Natur der Sache), ist, dass der Inhalt nur Zweite Geige spielt. Diskussionen sind eigentlich nicht gewollt. Wer diskutieren will, sollte einen Debattierclub besuchen.

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