Sonstiges: Schnelllebigkeit der Informatik
Ich habe die Tage mein Büro aufgeräumt. Die Personalrotation ist bei uns sehr hoch, d.h. immer wenn der Dienstposteninhaber gerade einigermaßen eingearbeitet ist, kommt schon bald der nächste. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es haufenweise alte Ordner in den Schränken gibt. Denn womit man sich nicht auskennt, das getraut man sich auch nicht wegzuschmeißen.
Der Vorteil ist allerdings, dass so einige Raritäten und Antiquitäten in den unteren Schubfächern der Schränke schlummern. So habe ich zum Beispiel den Ausdruck eines alten Batchjobs gefunden, ungefähr 60 Seiten Endlospapier. Ich konnte nicht einmal mehr die Programmiersprache mit Sicherheit identifizieren, vermutlich aber PL/1. An solchen Dingen wird einem erst mal wieder bewusst, welche sagenhaften Sprünge die Informatik in den vergangenen zehn Jahren gemacht hat.
Desweiteren habe ich ein uraltes IT-Sicherheitskonzept gefunden. Es stammt aus dem Jahr 1991. Da konnte noch jeder PC extra aufgelistet werden...
Die 4 PC für allgemeine Büroarbeiten stehen gemeinsam im Raum 13 (EG). Die Fenster sind vergittert, die Tür besitzt ein Sicherheitsschloss.
Wirklich faszinierend ist allerdings, dass die "Richtlinien zum Schutz vor Computeranomalien" im Großen und Ganzen heute noch genauso gültig wären wie damals. Die Maßnahmen haben sich kaum geändert. Es sind zwar einige neue Bedrohungsformen hinzugekommen, befolgt man aber die allgemeinen Benimm-Regeln im Umgang mit Computern, so hat man schon einen ziemlich guten Basisschutz.
Was wirklich schade ist: die alten Sachen dürfen nicht in einem Museum ausgestellt werden, sondern müssen leider vernichtet werden :-( Da blutet das Herz.
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