Freitag, August 04, 2006

WWW: Hetze im Blog - nein Danke

Ich habe heute einen interessanten Artikel in der Presseauswertung entdeckt, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Hunderttausend Zeilen Hass heißt der Bericht aus dem Tagesspiegel. Es wird der Vorwurf erhoben, dass die Umgangsformen im Netz rüder sind. Konkret heißt es:

Im anonymen Netz sucht man Vernunft, Zurückhaltung und selbst rudimentäre Umgangsformen der realen Welt oftmals vergeblich.

Anlass ist der teilweise wirklich die Grenze des guten Geschmacks überschreitende Disput über den Nahost-Konflikt in Blogs und Foren.

Fakt ist: das Internet macht die Welt kleiner, d.h. Streithähne finden sich viel leichter und haben auch direkt eine Plattform für ihren Schlagabtausch und leider auch für ihre Hetze. Deswegen hinkt in meinen Augen der Vergleich mit den traditionellen Medien. Andererseits hat die Offenheit auch viele Vorteile. Wieviele Skandale sind schon von Bloggern aufgedeckt worden? Oder wo sonst kann der Kampf David gegen Goliath so einfach geführt werden (ich sage nur BILDblog). Ich denke, dass zukünftig mehr Wert auf die Selbstreinigungskraft des Internets gelegt werden sollte. Das passiert ja auch schon und funktioniert auch gut, z.B. bei YouTube. So sollte Die Zeit nicht einfach die Kommentarfunktion bei polarisierenden Artikeln unterdrücken, sondern den Lesern die Möglichkeit geben, unsachliche Kommentare durch ein schlechtes Rating ans Ende der Liste zu wählen oder gar per einfachem Klick den Kommentar als inakzeptabel aufzuzeigen, damit der Redakteur entsprechende Maßnahmen treffen kann.

Ich für meinen Teil bleibe in diesem Blog unpolitisch, Ehrenwort. Und dass ich manchmal Hetze über bestimmte Praktiken im Informatikeralltag verbreite, bitte ich zu entschuldigen :-)

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