Dienstag, September 26, 2006

SNA: Empfehlungen und Warnungen

Hach, wenn ich so sehe, wie sich manche Leute auf OpenBC darstellen, die ich selbst als absolute Versager und Maulhelden erlebt habe, dann empfinde ich einen gewissen Drang dazu, die Menschheit zu warnen. Das hat nichts mit dem kürzlich geschilderten Hass-Netzwerk zu tun, ich möchte einfach Schaden von Ahnungslosen abwenden. Ich habe gehört, dass in LinkedIn Empfehlungsschreiben an Kontakte angehängt werden können. Abratungsschreiben scheint es aber nicht zu geben, wie schade.

Aber wahrscheinlich ist Selbstbeweihräucherung der einzige Weg. Oder kennt jemand eine Studie, in der gezeigt wird, dass Ehrlichkeit bei der Bewerbung weiter führt?

2 Comments:

At 8:36 PM, Anonymous said...

Hi Steffen,

nochmal Sebastian.
Also ich hab bei openBC auch bemerkt, dass sehr viele sich extrem beweihräuchern - da werden schnell mal die (FH)-Klammern weggelassen und ein universitärer Studiengang suggeriert, dann wird jeder noch so sinnlose und kleine Uni-Aufenthalt bei Hochschulen eingetragen - als ob man da überall einen Abschluss hätte (da könnten wir auch die Universidad Valladolid in Portugal mit angeben, weil wir beim Programmierwettbewerb mitgemacht haben:-)), oder auch Sprachkenntnisse angegeben, von denen man nur so träumt. Ein Beispiel: Eine Freundin von Silva hat Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch angegeben - Realität: Russisch, mal reingeschnuppert, Englisch normales Schulenglisch (seit der 5. Klasse), Französisch seit der 10. Klasse und das Beste: Chinesisch - mal 4 Wochen dagewesen und kann schon chinesisch. Meine Mutter lernt zum Vergleich bereits seit 8 Jahren chinesisch und meint, sie kann sich ganz gut verständigen und die allgemeine Schriftsprache, also Zeichen, die in Kinderbüchern vorkommen oder nach einigem Überlegen auch Buchtitel allgemein übersetzen (sie ist Bibliothekarin) - und da meint eine dahergelaufene Göre, sie könne nach 4 Wochen chinesisch - ich bin bald geplatzt. Aber na gut.
Mir geht es also bei der openBC-Schau genau so wie Dir. Daher bin ich da auch recht selten drin, weil man einfach nicht weiß, woran man ist. Im Übrigen sieht man auch bei der Arbeit, dass ständige Präsenz beim Chef anscheinend Früchte trägt - Präsentation ist oft wichtiger als tatsächliches Können, um voranzukommen - könnte man glauben. Aber dennoch denke ich, dass wenn man wirklich was draufhat, man sich dennoch durchsetzt. Im Mittel werden die Hochstapler dennoch entlarvt bzw. wenigstens kommen die wirklich guten (zusammen mit ein paar Schlechten halt auch) wirklich nach vorn. So zumindest noch meine Hoffnung.

 
At 9:48 PM, Steffen Mazanek said...

Da hast du wahrlich Recht. Eine Gefahr besteht für die wirklich Guten, also Leute wie uns :-). Und zwar die Gefahr der Resignation. Ich war schon einige Male relativ nah dran, konnte mich aber dann doch immer wieder motivieren, meinen Mann zu stehen (und es lohnt ja auch und wenn es nur für die persönliche Genugtuung ist).

 

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