COM: Kommunikationsproblem
Kürzlich haben wir einen neuen Wehrdienstleistenden zuversetzt bekommen. Den habe ich dann von Anfang an ein bisschen unter meine Fittiche genommen und aktiv in meine laufenden Aufgaben eingebunden. Dabei habe ich natürlich auch die Hintergründe und Abläufe erklärt. Da ich ein großer Verfechter der Wehrpflicht bin, ist die Sinnstiftung bei den jungen Wehrpflichtigen ein Anspruch, den ich unbedingt an mich stelle. Die Vorstellung, dass einige Wehrpflichtige ihren Grundwehrdienst als Gammeldienst empfinden, ist für mich jedenfalls nur schwer erträglich.
Umso erstaunter war ich, als mir ein Kollege vorwarf, dass ich "für jeden Scheiß einen Mann bräuchte." Da war ich echt baff. Entweder hat dieser Kollege etwas grundlegend nicht verstanden - oder ich habe mein Vorgehen nicht hinreichend kommuniziert. Da ich aber mitbekommen habe, wie andere Kollegen sich voll des Lobes über den Neuen unterhalten haben und total zufrieden mit seinen unter meiner Anleitung entstandenen Ergebnissen waren, fühle ich mich höchstgradig unschuldig :-)
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