Event: Sechster Webmontag in Köln
Am 9. Oktober hat der nunmehr sechste Webmontag in Köln statt gefunden. Es war wieder mal interessant, obwohl die Vorträge diesmal relativ schwach waren.
Im ersten Vortrag von Benjamin Nowack ging es um paggr, allerdings war der Vortrag so chaotisch aufgebaut, dass ich eigentlich nicht so richtig verstanden habe, wie mir diese Anwendung, wenn sie denn mal fertig ist, helfen können wird. Im Kern geht es wohl um eine Verknüpfung von Semantic Web und Web2.0.
Im zweiten Vortrag, gehalten von Andreas Gebhard, wurde das Projekt deepamehta vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug zum Wissensmanagement. Die Einführung fand ich sehr interessant. Es wurde auf anschauliche Weise das Problem dargestellt, dass man durch Medienbrüche von einer Information in einem Programm zur nächsten Information in einem anderen Programm geschickt wird und sich bisher niemand so richtig um den Weg zwischen den Informationen kümmert. Wie wichtig und interessant ist die Art, wie man von einer Information zur nächsten gelangt? - gute Frage. Mich hat in der Vergangenheit öfter eine ähnliche Frage interessiert. Wie kommt eine bestimmte Anwendung auf ihre Ergebnisse? Nicht die Technik finde ich dabei interessant, sondern den Rechenweg. Und der wird einem gerade im Internet viel zu oft vorenthalten. Dabei macht man vom Ergebnis der Berechnung ja Entscheidungen abhängig (Beispiel Suchmaschine: "Klicke ich auf diesen Link oder lieber auf den nächsten?"). Der Vortrag hat mich also zum Denken angeregt und mir deshalb gefallen. Nicht verstanden habe ich jedoch, welche Lücke deepamehta nun konkret füllt. Das lag aber vielleicht auch daran, dass es keine Demonstration gab.
Den letzten Vortrag hat Dirk Olbertz gehalten. Er hat im blogscout versucht, dass Netzwerk der Blogger mit dem SNA-Format foaf zu verknüpfen. Die Idee ist gut, allerdings fand ich seine These ziemlich gewagt, dass dadurch OpenBC Konkurrenz entstehen könnte. Denn foaf sieht zu meiner Kenntnis keinerlei Sicherheitsmechanismen vor, d.h. die wichtigste Stärke von OpenBC, nämlich dass ich meine Daten explizit freigeben kann und dadurch nicht Hinz und Kunz damit ihre Spam-Datei füllen können, ist nicht abzubilden - oder höchstens durch ein neues Format/Technologie (was natürlich durchaus eine Überlegung Wert ist).
Der soziale Teil im Anschluss an die Vorträge war wieder sehr spannend, da ich die Gelegenheit hatte, mich mit einem freiberuflich tätigen Softwareentwickler zu unterhalten.
Vergangene Webmontage:
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