Donnerstag, November 30, 2006

WWW: Versetzungen in Google Maps

Da ich schon selbst den Überblick über die Stationen meines Werdegangs zu verlieren drohe, habe ich mit Hilfe von Google Maps die entsprechenden Orte einmal graphisch dargestellt. Die API ist ziemlich einfach zu benutzen, allerdings muss man sich von Google einen Schlüssel für die Zielseite erzeugen lassen (das ist aber sehr unkompliziert).
Früher war ich ja ein Gegner von Javascript, muss aber nun meinen Kurs korrigieren. Javascript-Anwendungen können echten Mehrwert bringen und stehen nicht nur für optische Spielereien.
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Sonstiges: Versetzung zur UniBwM

Und wieder heißt es Koffer packen. Denn am kommenden Montag trete ich meinen Dienst an der Fakultät für Informatik der UniBwM in Neubiberg an. Dort werde ich voraussichtlich drei Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig sein.
Damit erfüllt sich für mich ein absoluter Traum. Ich habe in den zurückliegenden drei Jahren wertvolle Einblicke in die Praxis gewinnen können, freue mich nun aber wahnsinnig auf eine Zeit der Lehre und Forschung.
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Samstag, November 25, 2006

Event: Kollektive Intelligenz @ BarCamp Cologne

Ich bin seit heute Camper! Nein, es sind zwar sommerliche Temperaturen draußen, aber ich habe mich nicht in eine Dackelhütte gequält. Stattdessen habe ich mein erstes Barcamp in Köln besucht. Nachdem sich die Unkonferenz-Teilnehmer eingefunden, mit einem umfangreichen Frühstück gestärkt und in der Vorstellungsrunde selbst getagged hatten, wurde der Tag kollektiv ausgeplant. Dazu haben die Seminarmoderatoren kurz ihr jeweiliges Thema vorgestellt und je nach Interesse der Leute einen kleineren oder größeren Raum festgelegt.

Leider konnte ich nur an der ersten Seminarrunde vollständig teilnehmen. Da mehrere Seminare parallel angeboten wurden, hatte ich die Qual der Wahl. Ich habe mich mit dem Thema "Collective Intelligence" (CI) schweren Herzens gegen die "Flash meets Ajax"-Sitzung entschieden.
Das besondere an der CI-Session war, dass es keinen Vortrag gab, sondern "nur" ein allgemeines Brainstorming. Folgenden Reifungsprozess habe ich während der ca. einstündigen Session durchgemacht:

  • Hinter dem Begriff CI muss etwas Greifbares stecken; es reden ja schließlich alle davon.

  • Warum reden die Leute von CI, wenn sie eigentlich kollektive Kreativität meinen?

  • Ist CI ein Euphemismus für Herdentrieb?

  • Intelligenz versus Wissen oder die Frage: Ist Wikipedia intelligent?

  • Kollektives Wissen versus Geistiges Eigentum?!

  • Kollektiv lassen sich relevante Probleme umfassender und facettenreicher identifizieren, aber nicht unbedingt schneller lösen.

  • Oder was ist mit folgendem Modell: Man betrachte das "Weltwissen" als Fläche, die über die Zeit von einigen Menschen in verschiedene Richtungen erweitert wird. Die meisten Menschen tragen zum Weltwissen wenig bei, beeinflussen aber durch ihre Bedürfnisse maßgeblich die Richtung, die die Forscher einschlagen. Andererseits: Ist es nicht gefährlich, Menschen über Forschungsgegenstände abstimmen zu lassen? Was ist mit der Grundlagenforschung?


Fragen über Fragen und leider zu wenige Antworten.
Die Diskussion hat in meinen Augen darunter gelitten, dass es kaum Eingriffe durch den Moderator gegeben hat. So hätten nämlich einige Vielredner eingefangen und ein einigermaßen strukturierter Ablauf inkl. Definitionsversuchen etc. sichergestellt werden können. Schade auch, dass kein Vertreter der "Künstliche Intelligenz"-Fraktion dabei war.
Nichtsdestotrotz, dies war nicht mein letztes Barcamp. Ich habe die Lockerheit genossen, mit der über komplizierte Sachverhalte gefachsimpelt worden ist, auch wenn es den Unkonferenzen wahrscheinlich und hoffentlich nie gelingen wird, richtige Konferenzen zu verdrängen. Und vielleicht sehe ich den einen oder anderen Bekannten ja schon auf dem BarCamp Nürnberg am 16.12.06 wieder.
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Mittwoch, November 22, 2006

Sonstiges: Safeguard

Heute haben wir uns mit dem Programm Safeguard der Firma Utimaco beschäftigt. Es galt zu testen, inwieweit die Software mit einem Windows/Linux-Dualboot-System zurecht kommt. Dazu haben wir zuerst Windows, dann Linux mit Grub installiert und hinterher aus Windows heraus Safeguard gestartet. Safeguard hat nur die Windows-Partitionen erkannt, diese verschlüsselt und sich hinter dem Bootmanager eingerichtet, d.h. erst nach der Auswahl von Windows als Betriebssystem kam die Safeguard-Anmeldung. Nachteile der Vorgehensweise sind also, dass für Linux eine andere Verschlüsselungslösung gefunden werden muss (die gibt es selbstverständlich, sind aber in der Masse nicht BSI-zertifiziert) und ein Datenaustausch zwischen den Betriebssystemen sich als umständlich erweist, da die verschlüsselten Windows-Partitionen natürlich nicht gemounted werden können.
Unser zweites Problem war, dass ein Nutzer das Datenkabel einer externen USB-Festplatte während der Verschlüsselung durch Safeguard rausgezogen und dadurch einen inkonsistenten Zustand der Platte bewirkt hatte. Daraufhin haben wir uns erst einmal mit der Funktionsweise von Festplatten und dem Aufbau von Dateisystemen näher beschäftigt. Folgende Ideen sind uns ad-hoc gekommen:

  • Abgabe an spezialisierte Firma: sehr teuer, lohnt sich nur bei wirklich unternehmenskritischen Daten

  • Bitweises Image ziehen, dann Analyse der Festplatte mit Software-Tools (da gibt es sogar gute Freeware)

  • Und eine ganz verwegene Idee (kann nur mit Spezialmessgeräten gemacht werden): wenn man wüsste, an welcher Stelle Safeguard stehengeblieben ist, dann könnte die überschriebene Bit-"Schicht" wieder nach oben geholt werden. Dazu muss man wissen, dass Festplatten nicht nur Nullen und Einsen speichern, sondern ein kontinuierliches Spektrum. Überschreibt man beispielsweise eine Eins mit einer Eins so wird die ursprüngliche Eins verstärkt, usw. Mehr Informationen darüber gibt es in dem Artikel Daten sicher löschen.


Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und einen Großteil der Daten wiederherstellen können. Problem dabei: Es ist kaum möglich, herauszufinden, welche Dateien denn nun noch fehlen.
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SNA: Microformats as Input for SN-sites?

Derek Featherstone explains in his blog an inherent problem of new social network sites: every time we join a new community we have to add all our contacts, again and again. He suggests the use of microformats on a particular page to represent your network. Thereafter by joining a new exciting yet another social network site you can just enter the URL and get your contacts imported immediately. Nice idea, however, the problems mentioned by Featherstone ibidem demand a very cautious approach: security and privacy issues, the need of an identity mapping and application-specific differences in the interpretation of relations have to be solved.
Is this the right approach? I am not sure. If one of the popular social network sites would provide a well defined and powerful API including mature and trustworthy security mechanisms new sites could import your relational details easily. A new application could improve its acceptance even more by supporting several different sites to import from. However, there are still a lot of problems:

  • trust: you have to provide your password for the other system or you need an extra password with limited access just to allow the export

  • synchronisation: notification of the other applications when a contact is added anywhere

  • identity mapping

  • different applications, different kinds of relations, different rights


I bet there are even more difficulties. Nevertheless I like this approach, because it follows the mash-up principles more closely. And the contrary approach of a single-sign-on solution in the web would probably not gain the necessary acceptance.
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WWW: Tag Cloud

Weiß zufällig jemand, wie ich meine Technorati Wortwolke in meinem Blog anzeigen kann? Derzeit kann diese nämlich nur auf der Technorati Seite zu meinem Blog angeschaut werden. Da wäre mir eine Platzierung in der Sidebar dieser Seite natürlich wesentlich lieber. Noch dazu wo Wortwolken ein wichtiges Hilfsmittel sind, Besucher länger auf der eigenen Seite zu halten.
Für WordPress gibt es da wohl ein Plug-in; wie sieht es mit Blogger aus?
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Dienstag, November 21, 2006

Sonstiges: Datenschutz

Heute bin ich doch ein bisschen nachdenklich geworden. Grund war die Mail eines ehemaligen Kollegen, der mich gebeten hat, ein bestimmtes Dokument von meiner Webseite zu nehmen. Hintergrund: Wir haben vor drei Jahren zusammen an einer Studienreise durch Amerika teilgenommen und die Teilnehmer haben hinterher einen Bericht erarbeitet. In diesem Bericht war ein Foto von ihm mit freiem Oberkörper drin (wir haben uns natürlich auch am Strand über die örtlichen Bademöglichkeiten "informiert" :-)). Diesen Bericht konnte man auf meiner Webseite finden und da sein Name erwähnt wurde, hat ein googlen nach seinem Namen unter anderem auch den Bericht hervorgebracht.
Und ich muss sagen: Ich kann seine Bedenken absolut nachvollziehen. Kürzlich habe ich erst gelesen, dass Unternehmen sich zunehmend von speziellen Firmen Profile von Bewerbern aus dem Internet erstellen lassen. In Anbetracht dessen sollte man tatsächlich bei allen Netz-Aktivitäten darauf achten, nur Informationen zu hinterlassen, die einem später nicht einmal Leid tuen könnten. Und wenn andere über einen schreiben, sollte man sich diese Seiten auch genauer anschauen und ggf. die Leute bitten, die Sachen aus dem Netz zu nehmen. Ich hätte in jedem Fall alle Teilnehmer fragen müssen, ob der Bericht wirklich ins Netz darf.

Den Bericht habe ich natürlich sofort von meiner Seite runtergenommen. Ich habe dem Kollegen auch noch empfohlen, google zu bitten, den Link aus ihrem Index zu nehmen. Sonst könnte der inzwischen ins Leere zeigende Link noch eine ganze Weile angezeigt werden.
Und just an diesem Abend stolpere ich beim Lesen meiner abonnierten Blogs noch über ein Posting Sind social networks jobkiller?, welches eben diesen Sachverhalt noch einmal heraushebt und mich auf den interessanten Artikel Persönliche Infos im Netz: Alles kommt raus aufmerksam gemacht hat.
Übrigens: So wie es Firmen gibt, die ggf. schädliche Profile von Leuten mit Informationen aus dem Internet erstellen, so gibt es auch Firmen, die bei entsprechender Bezahlung das Internet von Schmutz über einen reinigen. Auf Neudeutsch heißt das dann Optimieren der Googlability.
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Mittwoch, November 15, 2006

Sonstiges: Marketing für Kleinunternehmer

Montag Abend habe ich ein Seminar mit dem Thema „Marketing für Kleinunternehmer“ besucht. Referent war Andreas Riebe, Unternehmensberater aus Bonn.
Ich habe viele wertvolle Tipps mitgenommen. Besonders eindrucksvoll fand ich es aber, mir einmal explizit eine Mission für mein (leider noch nicht real vorhandenes) Kleinunternehmen zu überlegen. Ich wusste eigentlich, dass man das machen sollte, aber irgendwie war dafür nie Zeit - und ich fand es auch immer ein bisschen albern. Als ich meine Mission dann aber zu Papier gebracht hatte, sind mir aber einige Dinge bewusst geworden:

  • Um Erfolg zu haben darf ich mich nicht kleiner machen als ich bin. Und meine Mission im Hinterkopf lässt mich einen guten Kopf wachsen.

  • Gerade am Anfang muss die Menge der Zielkunden so weit wie möglich eingeschränkt werden. Ich weiß jetzt, wen ich wirklich ansprechen will.

  • Kein Rumdrucksen mehr bei der Frage nach den angebotenen Dienstleistungen. Aufträge, die nicht zur Mission passen, kann ich zukünftig bestimmt leichter ablehnen.

  • Ich weiß jetzt, welche speziellen Werte ich bei meiner Arbeit zu Grunde lege und wie ich mich dadurch von Konkurrenten unterscheide.


Fazit: Ein interessanter Abend. Wenige, aber dafür sehr wichtige neue Erkenntnisse.
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Sonstiges: Rätsel

Heute hat mir ein Arbeitskollege ein ziemlich fieses Rätsel gezeigt. Gegeben eine 6x6 Matrix, in der vier verschiedene Symbole/Zahlen je vier mal vorkommen. Die restlichen Felder sind leer. Nun soll die Matrix in vier Segmente aufgeteilt werden, so dass die Segmente die gleiche Form und Größe haben und jedes Symbol in jedem Segment genau einmal vorkommt.







12
324
414
33
212
314

Das Rätsel fand ich schon ziemlich schwer (mit Probieren kann man die Lösung jedoch nach einiger Zeit finden). Doch noch schwieriger ist die Verallgemeinerung. Ein Lösungsalgorithmus müsste alle möglichen Aufteilungen einer axb-Matrix in n gleiche Segmente errechnen (der abschließende Filter nach der richtigen Aufteilung der Symbole ist dann leicht).
Welche Programmiersprache eignet sich für Probleme dieser Art am besten? Der intuitivste Ansatz ist wahrscheinlich ein Backtracking-Algorithmus, das würde für logische oder funktionale Sprachen sprechen. Der Backtracking-Algorithmus müsste allerdings Felder an beliebiger Stelle an das bereits bestehende Segment anfügen können - nur verlängern eines Pfades dürfte wegen der Möglichkeit der Verzweigung nicht reichen. Effiziente Array-Operationen sollten also verfügbar sein. Weiteres nicht unwesentliches Problem ist die Wahl der Startkonstellation (bei n=4 noch ziemlich leicht: die vier Ecken). An die Komplexitätsfrage wage ich noch nicht mal zu denken...
Ideen oder Links sind herzlich willkommen. Aber jetzt erst einmal viel Spaß beim Lösen des Beispiels.
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Sonntag, November 12, 2006

Sonstiges: eat 'n STYLE

So, ich bin gerade aus Köln zurückgekommen, wo ich mich durch die Genussmesse eat 'n STYLE durchgeschlemmt habe. Meine Highlights:

  • Whiskey-Tasting bei Johnnie Walker: Ich kenne jetzt die Unterschiede zwischen Single Malt und Blend, weiß einiges über die Herstellung und habe natürlich verschiedene Sorten probiert - zuerst den rauchigen Green Label, dann den wesentlich milderen Gold Label, natürlich in einem speziellen Whiskey-Glas... Ich würde zwar nicht sagen, dass Whiskey mein Leibgetränk werden könnte, aber immerhin bin ich jetzt Kenner genug, dass ich zu einem guten Glas nicht "Nein!" sagen würde, um den Wert wüsste und es auch entsprechend genösse.

  • DLG-prämierte Weißweine aus Baden Württemberg

  • mit iBi oder Monschauer Senf bestrichenes Baguette


Es gab auch ein negatives Erlebnis. So hatte ich an einem Stand mit französischen Weinen gefragt, ob es auch Halbtrockene gebe, und darauf nur ein entrüstetes Kopfschütteln geerntet. Und als ich das Glas dann fast geleert hatte, habe ich festgestellt, dass am Grund Zucker o.ä. abgesetzt war. Das konnte mir der Vertreter dann auch nicht erklären.

Ich hätte übrigens nie und nimmer erwartet, dass Fernsehköche kaum weniger von Groupies belagert werden als Pop-Stars und sogar Autogramme geben. Ich wurde auch ganz schön schief angeschaut, als ich murmelte, dass ich weder Johann Lafer noch Tim Mälzer kenne.

Fazit: Ein Messebesuch muss gut vorbereitet werden. Da war ich bei der eat 'n STYLE ein bisschen säumig und so kam es dann auch, dass bestimmte Specials wie etwa das Espresso-Seminar, auf das ich mich besonders gefreut hatte, schon ausgebucht waren. Dennoch war es ein schöner Tag mit vielen interessanten Geschmackserlebnissen. Den Hype um die Koch-Shows konnte ich allerdings nicht so ganz nachvollziehen (8€/Person für 15min Kochshow ist schon ziemlich happig).

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Freitag, November 10, 2006

Sonstiges: Stress

Was ist Stress? Nur etwas für Leistungsschwache? Oder doch ein ernsthaftes Problem unserer Zeit?

Diesen Fragen wollte ich doch einmal nachgehen und so habe ich kürzlich ein Stress-Seminar besucht. Nach einer kurzen Begriffsklärung (siehe Wikipedia) ging es darum, wie Stress empfunden wird, wie die Symptome erkannt werden können und welche Strategien es gegen Stress gibt.

Interessant fand ich die Erklärung der sogenannten Stress erzeugenden Überzeugungen. Unrealistische Glaubenssätze wie etwa

  • "Ich muss besser sein als die Anderen."

  • "Wenn ich etwas nicht mache, macht es keiner."

  • "Nur wenn ich absolut sicher bin, kann ich Entscheidungen treffen."

  • "Es ist wichtig, dass mich Alle mögen."

  • "Es gibt nichts Schlimmeres, als Fehler zu machen."

  • ...


sind demnach häufige Ursache für das Entstehen inneren Stresses. Es tut gut, sich einmal explizit bewusst zu machen, dass diese Überzeugungen in der Regel nicht zutreffen. Ich stelle es mir andererseits ziemlich schwierig vor, solche zentralen Einstellungen zu überwinden, insbesondere, wenn man die Tücken des Delegierens schon einmal selbst erlebt hat.

Was kann denn nun konkret gegen Stress getan werden? Natürlich hat man nicht in jeder Stresssituation die Zeit für eine progressive Muskelentspannung - dann hätte man ja keinen Stress...
Glücklicherweise gibt es u.a. folgende Möglichkeiten der kurzfristigen Erleichterung:

  • Spontane Entspannung, z.B. vor den Spiegel stellen und Grinsen wie ein Affe (do not try this at home, äh, the office)

  • Wahrnehmungslenkung, z.B. sich sagen "Wenn das jetzt schief geht, was ist das Schlimmste was passieren kann?" (Achtung, funktioniert nicht, wenn die fristlose Entlassung und eine hungernde Familie zu Hause drohen...)

  • Positive Selbstgespräche, z.B. ich bin der Allerbeste, oder in Austin Powers-Manier "Bin ich nicht sexy?"

  • Abreaktion, z.B. ein Boxsack im Büro (nein, bitte nicht in Ermangelung eines Boxsacks den Chef vermöbeln)



Fazit: Trotz Kürze der Zeit war das ein lehrreicher, wenn auch sehr theoretischer Kurs. Mehr Praxis wird es wohl im Aufbaukurs in vier Wochen geben.

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Dienstag, November 07, 2006

Sonstiges: Reputation Management

Es gibt sie also tatsächlich: Firmen, die aktives Reputation Management betreiben. So war ich sehr positiv überrascht, dass ich gestern als Reaktion auf mein Posting über Gammelbrot beim Kaufland eine nette Entschuldigungsmail von eben diesem bekommen habe. Das hat mich aus dreierlei Gründen gefreut:

  • Die Entschuldigung war meiner Einschätzung nach persönlich und ernst gemeint. Damit ist das Thema für mich erledigt und ich muss jetzt auch nicht mehr zähneknirschend einkaufen, das ist ja eh nicht gut für's Herz.

  • Es hat sich jemand konstruktiv Gedanken über das Problem gemacht (und es hoffentlich gelöst). Kaufland nimmt also Kritik an (im Gegensatz zu anderen Firmen wie etwa Mediamarkt, der zur Zeit mit einer Abmahnwelle das Land überzieht).

  • Und last not least: Es liest tatsächlich jemand mein Blog!



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Sonntag, November 05, 2006

Sonstiges: Wurzeln der Menschheit

Gestern war ich in der Ausstellung Roots // Wurzeln der Menschheit. Als Kind wollte ich eine Zeit lang Archäologe werden (habe sogar Latein und Altgriechisch in der Schule gelernt), doch dann hat mein Vater 1992 einen PC mit nach Hause gebracht und es war um mich geschehen. Das Interesse für Geschichte habe ich aber nicht verloren und so habe ich mehr als ehrfürchtig vor den Überresten unserer Vorfahren gestanden.
Archäologie ist zwar keine streng logische Wissenschaft (soll heißen: es wird viel und wild spekuliert), dennoch lassen sich viele Erkenntnisse mit großer Sicherheit ableiten:

  • Die Wurzeln der Menschheit liegen in Afrika. Hier gab es die ersten Hominiden und hier lebten auch die ersten Homo Sapiens. Moderne Funde machen die Out-of-Africa - These sehr wahrscheinlich. Diese besagt, dass die Menschheit sich von Afrika ausgehend ausgebreitet hat und nicht an mehreren Orten für sich entstanden ist.

  • In Europa gab es erst sehr spät Homo Sapiens, vermutlich wegen der unfreundlichen Temperaturen wegen der Eiszeiten.

  • Die Neanderthaler sind ein eigenständiger Entwicklungsstrang. Der Homo Sapiens ist NICHT aus ihnen hervorgegangen. Es gibt mehrere Theorien über das Verschwinden der Neanderthaler aus Europa, zum Beispiel könnte es sein, dass sie einfach zu wenige Nachkommen hatten (Europa war ja zu diesem Zeitpunkt nur sehr dünn besiedelt) oder dass sie von Homo Sapiens vertrieben worden sind. Das ist aber alles Spekulation.

  • Die Menschheit bevölkert die Erde erst seit wenigen Minuten der Erdgeschichte.


Gerade den letzten Punkt sollte man sich vergegenwärtigen. Immer wieder sind Arten aufgetaucht und wieder verschwunden. Wir sind nicht davor gefeit und wenn wir weitermachen wie bisher sind wir die erste Art, die sich wissentlich selbst vernichtet.

Mein Fazit: Die Ausstellung Roots ist unbedingt einen Besuch wert.

In Soldaten-Uniform würde ich derzeit allerdings von einem Besuch abraten...

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Freitag, November 03, 2006

WWW: Microformats

Microformats dienen dazu, Webseiten mit zusätzlichen Meta-Informationen anzureichern. Dafür werden (X)HTML Bordmittel genutzt. Das schränkt zwar die Auszeichnung von Inhalten ein; durch die simple Einbettung ohne Verwendung proprietärer Programme oder Formate hat die Initiative dennoch in einigen Bereichen bereits eine kritische Masse an Nutzern erreicht.
Ein paar einfache Beispiele:






NameZweckRealisierungBeispiel
hcardVisitenkarteclass-Attribut von div<div class="vcard">
rel-tagTaggingrel-Attribut von Links<a href="http://technorati.com/tags/microformats" rel="tag">microformats<a>

Weitere Beispiele gibt es auf der Webseite der Initiative. Zukünftig werde ich also meine Posts taggen und eine Visitenkarte habe ich auch schon erstellt.

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