Webpräsenz von Steffen Mazanek

Go-Umfrage

Die Umfrage innerhalb der Go-Community wurde am 30.07.06 gestoppt. Auf diesen Seiten können Sie sich über die Ergebnisse informieren oder einen Blick in die Dokumentation der Webanwendung werfen.

Der folgende Text ist der Einführungsseite zur Studie entnommen. Er ist nicht mehr aktuell, da die Studie ja bereits abgelaufen ist, bietet aber immer noch eine gute Einführung, worum es mir ging.

Über die Studie

Im folgenden möchte ich kurz die Ziele der Studie "Die kleine Welt des Gos" vorstellen.

Was ist Social Network Analysis?

Soziale Netzwerke gibt es überall. Sie entstehen - und vergehen wieder. Jeder Mensch ist eingebettet in ein Soziales Netz, das in der Regel aus diversen Sub-Netzen besteht. Ich zum Beispiel habe ein Soziales Netzwerk in der Arbeit, nämlich meine Kollegen. Ich kenne aber auch noch viele Leute aus dem Studium. Und natürlich, nicht zu vergessen, die Go-Spieler, die ich auf diversen Turnieren oder im Internet kennen lernen durfte. Die Idee, diese Netzwerke explizit zu machen, ist nicht neu. Manager zum Beispiel versuchen, hinter die sogenannten informellen Netzwerke in ihrer Abteilung zu kommen, um besser zu verstehen, wie die Arbeit wirklich gemacht wird. Oder nehmen wir das Internet. Hier entstehen derzeit täglich neue Soziale Netzwerke, zumeist um eine neue, so genannte Web2.0-Anwendung herum. Ich könnte ewig weitererzählen.

Soziales Netzwerk Netzwerke werden oft durch Graphiken dargestellt. So kann der Kern zumeist sehr schnell erfasst werden. Es ist leicht ersichtlich, wo es Cluster gibt oder Leute mit einer unglaublichen Vielzahl an Verbindungen, die so genannten Hubs.

Doch was hat das mit Go zu tun? Es gibt eine ziemlich aktive Go-Community in Deutschland. Man kennt sich. Die berühmten Six Degrees of Separation, also die These, dass jeder Mensch mit jedem anderen auf der Welt über maximal sechs Zwischenknoten (andere Menschen) verbunden ist, sind in der Go-Welt wahrscheinlich nur Two Degrees of Separation. Das allein herauszufinden, wäre den Aufwand schon wert. Aber ich habe noch eine andere Hoffnung. Im Go ist die Stärke einer Person ziemlich genau festzustellen, es gibt eine Rankingliste. So eine klare Ordnung findet man in anderen Sozialen Netzen kaum. Das heißt, die Go-Community könnte wichtige Hinweise darauf geben, wie Stärke fließt. Wem das jetzt zu abstrakt oder pseudo ist, der kann mich gern auch persönlich kontaktieren (siehe unten).

Noch mehr über Social Network Analysis erfahren Sie in dem entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Zielgruppe

Deutsche Go-Spieler. Angeschrieben wurden die Abonnenten der Mailingliste des dgob.

Ziel der Studie

Ich möchte mit dieser Studie untersuchen,

  1. wie eng verbunden die Go-Gemeinschaft ist,
  2. inwieweit das persönliche Go-Netzwerk Einfluss auf den eigenen Erfolg hat
  3. und inwieweit der eigene Erfolg Einfluss auf das persönliche Go-Netzwerk hat.

Die Punkte 2 und 3 kann ich datenmäßig nur durch eine Folgestudie auseinanderhalten, die ich in circa einem halben Jahr durchführen werde.

Ich hoffe, dass eine bezüglich der Spielstärke möglichst heterogene Zielgruppe mitmacht. Die Anfänger brauche ich nämlich, um den Zusammenhang zwischen Netzwerk und Entwicklung der Spielstärke zu klären. Die Dans stellen wahrscheinlich die Hubs dar und sind insofern ebenfalls von zentraler Bedeutung.

Wie wird das Ergebnis aussehen?

So genau kann ich das derzeit natürlich noch nicht sagen. Wie oben schon erwähnt, vermute ich, dass die Go-Community ein sehr eng vermaschtes Netzwerk bildet. Innerhalb der Gemeinschaft vermute ich einige wenige Hubs; das sind die Leute mit sehr vielen Verbindungen, die wahrscheinlich aus einer intensiven Lehr- und Turniertätigkeit resultieren. Ansonsten müsste eigentlich eine Baumstruktur der Lehrbeziehungen herauskommen, da ja zumeist ein stärkerer Spieler einen schwächeren lehrt. Wahrscheinlich gibt es auch eine leichte Clusterung nach Landesverbänden, obwohl viele Go-Spieler sehr mobil sind und durch die ganze Republik und darüber hinaus unterwegs sind.

Voraussetzungen

Bei der Erstellung dieses Online-Fragebogens habe ich die folgenden Annahmen zu Grunde gelegt:

  1. Befüllung dauert maximal 5 Minuten pro Person und ist sehr einfach.
  2. Es werden keine Daten erhoben, die für die Auswertung nicht relevant sind.
  3. Neue Daten können jederzeit hinzugefügt werden.

Was passiert mit meinen Daten?

Ihre Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Die E-Mail-Adressen werden weder weitergegeben noch angezeigt. Die Netzwerkdaten können jedoch von anderen Nutzern eingesehen werden. Sie erklären sich durch Ihre Teilnahme damit einverstanden.

Bitte tragen Sie keine Personen ein, von denen sie wissen, dass sie damit nicht einverstanden sind. Sollte Sie jemand gegen Ihren Willen als Spielpartner eingetragen haben, so genügt eine kurze Mail an mich und ich lösche diese Beziehung umgehend aus der Datenbank.

Ende der Studie

Die Datenerhebung endet am 30.07.06. Danach beginnt die Auswertung (obwohl ich natürlich auch zwischendurch schon mal reinschauen werde).

Wie kann ich partizipieren?

Hinweis: Die Studie ist bereits beendet und die Webanwendung akzeptiert keine weiteren Registrierungen und Dateneingaben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Um eigene Daten eingeben zu können, müssen Sie sich zuerst registrieren. Danach können Sie sich dann direkt einloggen. Wenn Sie erst einmal nur schauen wollen: Kein Problem. Einen guten Einstieg bietet die Spielerliste.

Sind sie eingelogged, können Sie anfangen, Ihre Beziehungen einzugeben. Über Ihre Beziehungen können Sie dann auch das Go-Netzwerk durchsurfen, indem Sie sich an den Beziehungen entlanghangeln. Einfach ausprobieren! Es macht umso mehr Spaß, je mehr Leute mitmachen.

Noch Fragen?

Weitere Fragen beantworte ich auch gern per Mail. Schreiben Sie einfach an go@steffen-mazanek.de. Oder noch besser: diskutiert mit mir im Forum!

Da ich kein Profi-Webentwickler bin, können Fehlfunktionen, äh, ich meine natürlich Features, auftreten. Diese bitte auch schnell an mich melden.

Es kann sein, dass bei der Benutzung des Programmes Werbe-Popups auftauchen. Diese bitte ich zu entschuldigen. Ich bekomme dafür kein Geld oder ähnliches. Ich benutze einen Gratis-Provider für den Webspace und die Datenbank, der sich darüber finanziert.

Über mich

Wer ich bin und warum ich die Studie durchführe, wurde ich gefragt. Ich bin ein 25 Jahre alter Go-Spieler aus Troisdorf. Gelernt habe ich Go in Leipzig bei Manja und Andre Ay. Inzwischen bin ich 1d, weil Andre immer so böse über meine Fehler gelästert hat und dabei meinen Ehrgeiz geweckt hat, möglichst schnell besser zu werden als er :-). Inzwischen komme ich leider nicht mehr so viel zum Spielen, habe mir aber fest vorgenommen, wieder öfter bei Spieleabenden und Turnieren vorbeizuschauen.

Akademisch stamme ich übrigens aus der Informatikerfraktion. Beruflich bin ich Offizier bei der Bundeswehr. Mein spezielles Interesse sind Soziale und Organisatorische Netze.

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann können Sie gern auf meiner Webseite vorbeischauen oder mit mir in meinem Blog diskutieren.